Archiv für die Kategorie ‘Steuerrecht’
Nicht nur die großen Regierungen dieser Welt müssen Wikileaks fürchten, denn der Gründer der Enthüllungsseite, Julian Assange, hat von dem Schweizer Ex-Banker Rudolf Elmer über Jahre gesammelten Dateien in London auf CDs entgegen genommen. „Wir werden diese Informationen so behandeln, wie wir alle anderen Informationen auch behandeln, die wir bekommen“, bemerkte Assange. „Es wird eine vollständige Offenlegung geben.“ Der Schweizer Ex Banker Elmer hatte angekündigt, zunächst keine Namen von Firmen oder Personen bekanntgeben zu wollen.
So kann es schon bald passieren das einige Steuersünder die eigenen Steuerdaten irgendwann im Internet finden werden – und sicherlich werden die Finanzbehörden auch nicht abgeneigt sein dort einmal einen Blick darauf zu werfen. Als einzige Möglichkeit bietet sich hier wohl nur noch eine Selbstanzeige an, immerhin wurde von staatlicher Seite angeboten das Steuersünder so noch günstig davon kommen können, wenn sie sich beeilen. (mehr …)
Dieses launige Fazit gaben zumindest Dr. Wolfgang Spindler, Präsident des Bundesfinanzhofs, und der Präsident des Finanzgerichts Münster, Johannes Haferkamp in einem kürzlich erschienenen Interview der Zeitschrift Westfälischen Nachrichten zu den aktuellen Reformbemühungen für eine umfassende Vereinfachung des deutschen Steuerrechts ab. Originalzitat: „Die Steuererklärung auf dem Bierdeckel ist nichts anderes als ein Karnevalsscherz…“ (mehr …)
So ist es erst kürzlich in Mainz geschehen, ein Betreiber einer Gaststätte hatte seit Monaten keine Steuern mehr gezahlt und und verlor so seine Gaststättenerlaubnis.
Als sich schließlich eine fünfstelligen Betrag an schuldig gebliebenen Steuerzahlungen angesammelt hatte und außerdem die Steuervoranmeldungen und Steuererklärungen fehlten, schritt das Finanzamt zur Tat und ersuchte bei der Stadt den Widerruf der Gaststättenerlaubnis. Die Stadt kam der Bitte nach und widerrief unverzüglich die Konzession.
Der Wirt erhob Widerspruch und argumentierte das er inzwischen die ausstehenden Steuererklärungen erstellt habe und auch in der nächsten Zeit eine größere Summe an das Finanzamt überweisen wollte. Allerdings ging er davon aus das nach seinen Berechnungen eine deutlich geringeren Steuerschuld zu zahlen wäre als vom Finanzamt gefordert. (mehr …)
Auch private Verkäufe bei eBay können unter bestimmten Bedingungen den Verkäufer zur Abführung von Umsatzsteuer verpflichten.
Ein Ehepaar versteigerte über mehrere Jahre hinweg Kleinkunstgegenstände bei eBay und erzielte damit ein nicht unbeträchtliches Zusatzeinkommen von bis zu 30.000 Euro im Jahr, die Eheleute freuten sich über den Zusatzverdienst aber auch das Finanzamt freute sich schon bald denn die Kleinkunstgegenstände stammten alle aus einer Sammlungsauflösung und hier darf der Fiskus laut einem Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg mitkassieren. (mehr …)
Zunehmend würden die öffentlichen Kassen durch die Minderung der Steuerschuld bei Aufwendungen für Dienst- und Handwerkerleistungen im Privathaushalt belastet, stellte der Bundesrechnungshof in einem aktuellen Bericht fest. Das Einkommenssteueraufkommen ist so seit 2008 um rund eine Milliarde Euro geschrumpft, für das Steuer Jahr 2010 schätzt das Bundesfinanzministerium (BMF) die Mindereinnahmen sogar auf über vier Milliarden Euro.
Die Umsetzung und Wirkung dieser Steuervergünstigung wurde nun vom Bundesrechnungshof geprüft, es stellte sich heraus dass diese vielfach nicht ihr Ziel erreiche und unvertretbar hohe Mitnahmeeffekte auslöse. Eigentlich sollte mit der Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen die Schwarzarbeit reduziert werden, es würden jedoch vielfach Leistungen gefördert die sowieso legal bezogen werden. Dieser Sachverhalt kommt z.B. dann zustande, wenn Hauseigentümer Leistungen vergeben, die sie ihren Mietern nur bei einem entsprechenden Nachweis in Rechnung stellen können. (mehr …)
Auch wenn es nach Feierabend gemütlich wird kassiert das Finanzamt mit, eine der ältesten Steuern ist die Biersteuer die schon seit dem Mittelalter in vielen deutschen Städten erhoben wurde, es handelt sich zwar um eine relativ geringe Abgabe aber die Masse macht es und so werden jährlich an die 700 Millionen Euro an Steuern eingenommen. Zusätzlich zur Biersteuer verdient der Staat auch noch an der Mehrwertsteuer für des Deutschen Lieblingsgetränk. (mehr …)
In diesem Jahr steigt der Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 auf 1.000 Euro, dies hat einen Steuervorteil von bis zu 36 Euro im Jahr zur Folge, der im Dezember mit der Lohnabrechnung an die Arbeitnehmer weitergeleitet werden soll. Auch das sammeln der steuerelevanten Belege soll künftig eingeschränkt werden.
Der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble einigte sich mit den Koalitionsfraktionen darauf das dieser Teil, des im Dezember beschlossenen Maßnahmenpakets zur Steuerentlastung, schon 2011 in vollem Umfang wirksam werden soll. (mehr …)
Bedingt durch die Abgeltungsteuer, die ja schon von den Banken und Sparkassen erhoben wird, ist es normalerweise nicht mehr notwendig die privaten Kapitalerträge in der Einkommensteuererklärung 2010 zu erfassen. Allerdings kann die Anlage KAP in vielen Fällen nicht ohne weiteres umgangen werden. Lesen Sie hier wann es sinnvoll oder sogar pflichtig ist die Anlage KAP auszufüllen und dem Finanzamt vorzulegen.
Nach § 43 Abs. 5 EStG ist bei Kapitalerträgen die Besteuerung bereits nach mit dem Einbehalt durch die Banken abgegolten, somit müssen diese Angaben in der Einkommensteuererklärung nicht mehr gemacht werden. Allerdings gilt diese Regelung nur für natürliche Personen mit Finanzanlagen im Privatvermögen, die Einkünfte gem. § 20 EStG haben.
Die Angabe der Kapitaleinnahmen mittel der Anlage KAP lohnt sich aber in einigen Fällen trotzdem und zwar besonders für Anleger mit hohem Gesamteinkommen, selbst wenn die Bank beim Einbehalten der Steuern alles korrekt abgewickelt haben sollte. Teilweise ist es sogar zwingend erforderlich die privaten Kapitaleinnahmen in die Steuererklärung mit aufzunehmen, sollten diese noch nicht vorab der Kapitalertragsteuer unterlegen haben oder wenn die Höhe des Abzugs zu gering war siehe: § 32d Abs. 3 EStG. (mehr …)
Steuererklärung 2017
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