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Steuererklärung 2016 - Das müssen Sie wissen!

Im Jahr 2017 steht die Steuererklärung für das Jahr 2016 an. Für viele Bundesbürger eine lästige Pflichtaufgabe, die mitunter am Ende aber eine erfreuliche Steuererstattung einbringen kann.

Damit bei der Erstellung der Steuererklärung alles reibungslos klappt, finden Sie auf dieser Seite alle notwendigen Informationen zur Steuerklärung 2016 auf einen Blick. Sie erfahren, welche Änderungen es 2016 im Steuerrecht gab, und wie sich diese auf Ihre Steuererklärung auswirken. Außerdem erhalten Sie eine Übersicht zu allen wichtigen Terminen und Fristen für die Einkommensteuererklärung 2016.

Wir bieten die Formulare zur Steuererklärung 2016 als kostenloser Download an. Alternativ können Sie die Steuererklärung mit einer Steuersoftware selbst erstellen oder von einem Steuerberater aufbereiten lassen.

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Fristen für die Einkommensteuererklärung 2016

Bei der Erstellung der Einkommensteuererklärung ist es wichtig, auf die Einhaltung der gesetzlichen Fristen zu achten. Denn bei Versäumen der Abgabefrist kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag verhängen. Im Jahr 2016 wurde das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens verabschiedet, wodurch die Abgabefristen für die Einkommensteuererklärung verlängert werden. Allerdings gilt diese Änderung noch nicht für die Steuererklärung 2016.

Für alle Steuerpflichtigen, die ihre Steuererklärung 2016 selbst erstellen, also beispielsweise mit den vom Finanzamt bereitgestellten Formularen oder mittels Steuersoftware, gilt daher nochmals die altbekannte Regelung, dass die Einkommensteuererklärung aus dem Vorjahr bis spätestens zum 31. Mai des Folgejahres beim Finanzamt einzureichen ist. Sie müssen sich also Mittwoch, den 31. Mai 2017, als letztmöglichen Abgabetermin für die Einkommensteuererklärung 2016 im Kalender rot anstreichen.

Fristverlängerung beim Finanzamt beantragen

Falls der Steuerpflichtige diesen Termin nicht einhalten kann, besteht die Möglichkeit, beim zuständigen Finanzamt schriftlich einen Antrag auf Verlängerung der Abgabefrist zu stellen. Dieser Antrag sollte eine Begründung enthalten. Als mögliche Gründe für die Inanspruchnahme einer Fristverlängerung können Krankheit, ein längerer Auslandsaufenthalt oder das Fehlen notwendiger Belege angeführt werden. In der Regel wird das Finanzamt dann bereit sein, die Abgabefrist um vier Monate bis zum 30. September zu verlängern. Wir bieten allen Besuchern von meineSteuersoftware.de eine kostenlose Vorlage Fristverlängerung zum Runterladen an.

Tipp: Wenn das Finanzamt wider Erwarten keine Verlängerung gewährt, empfiehlt es sich wenigstens eine unvollständige Steuererklärung abzugeben. Sie sollten dann zumindest den vollständig ausgefüllten Mantelbogen sowie die Anlage N für nichtselbstständige Arbeit beim Finanzamt einreichen. Legen Sie außerdem ein Begleitschreiben dazu, in dem Sie mitteilen, bis wann die fehlenden Unterlagen nachgereicht werden.

Steuererklärung durch Steuerberater

Wer seine Steuererklärung nicht selbst ausfüllt, sondern die Hilfe eines Steuerberaters oder eines Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch nimmt, bekommt vom Finanzamt auch ohne Antrag eine zusätzlichen Aufschub. In diesem Fall muss die Steuerklärung erst zum Jahresende am 31. Dezember 2017 eingereicht werden. In begründeten Fällen kann das Finanzamt die Frist dann nochmals bis zum 28. Februar des Folgejahres verlängern.

Abweichende Abgabefristen für Land- und Forstwirte

Für viele Land- und Forstwirte gilt ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr. In diesem Fall gelten für die betroffenen Land- und Forstwirte auch abweichende Fristen für die Abgabe der Steuererklärung. Die Frist endet dann gemäß § 149 Abs. 2 Satz 2 AO mit dem fünften Monat nach Ablauf des entsprechenden Wirtschaftsjahrs. In der Regel dauert das Wirtschaftsjahr bei Landwirten vom 1. Juli bis zum 30. Juni, so dass die Steuererklärung bis zum 30. November an das Finanzamt übermittelt werden muss.

Zusammenfassung

ca. Ende Januar 2017 - die Finanzämter stellen die vorausgefüllte Steuererklärung bereit

30. September 2017 - wenn ein Antrag auf Fristverlängerung (Vorlage hier gratis runterladen) bis zum 31.05.2017 abgegeben wurde;

31. Mai 2017 - wenn Sie die Einkommensteuererklärung selbst erstellen (z.B. mit den Steuerformularen oder mittels Steuersoftware)

31. Dezember 2017 - wenn die Steuererklärung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellt wird.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Nicht jeder Bundesbürger muss eine Steuererklärung abgeben. Eine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung besteht grundsätzlich für alle Selbstständigen, Freiberufler, Gewerbetreibenden sowie Land- und Forstwirte. Arbeitnehmer müssen hingegen nur in den folgenden Fällen eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen:

  • Der Steuerpflichtige hat Lohnersatzleistung wie beispielsweise Arbeitslosengeld, Elterngeld oder Kurzarbeitergeld über 410 Euro bezogen. Diese Einkünfte sind zwar steuerfrei, unterliegen jedoch dem Progressionsvorbehalt.
  • Der Steuerpflichtige hat außerordentliche Einkünfte wie beispielsweise eine Abfindung erhalten und der Arbeitgeber hat davon Lohnsteuer einbehalten.
  • Der Steuerpflichtige hat von mehreren Arbeitgebern Lohn erhalten, der nicht pauschal versteuert wurde.
  • Gemeinsam veranlagte Ehepaare, die die Steuerklassenkombination III / IV gewählt haben.
  • Die Nebeneinkünfte des Steuerpflichtigen übersteigen 410 Euro.
  • Arbeitnehmer, die einen Freibetrag auf ihre Lohnsteuerkarte eintragen lassen.
  • Nach einer Scheidung, wenn der Steuerpflichtige oder sein ehemaliger Partner im selben Jahr wieder geheiratet haben.

In jedem Fall müssen Sie einen Steuererklärung abgeben, wenn Sie vom Finanzamt explizit dazu aufgefordert wurden.

Freiwillige Steuererklärung für eine Steuererstattung

Wenn ein Arbeitnehmer nicht verpflichtet ist, eine Steuererklärung zu machen, kann er allerdings trotzdem freiwillig eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen können. Denn in diesem Fall können Sie mit einer Steuererstattung rechnen. Bei einer freiwilligen Steuererklärung gelten die oben genannten Fristen nicht. Stattdessen haben Sie vier Jahre Zeit, die Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Die Steuererklärung 2016 kann demzufolge noch bis Ende 2020 eingereicht werden.

Steuererklärung für Einkünfte aus dem Jahr 2016

Formulare für die Steuererklärung 2016

Heutzutage hat der Steuerpflichtige die Wahl, ob er die Steuererklärung mit den vom Finanzamt bereitgestellten Formularen oder mit Hilfe von Steuersoftware erstellen möchte. Für den Veranlagungszeitraum 2016 werden die entsprechenden Formulare allerdings nicht mehr automatisch vom Finanzamt versandt. Der Steuerpflichtige kann diese entweder selbst beim zuständigen Finanzamt abholen oder aber sie direkt aus dem Internet herunterladen und ausdrucken.
Die Formulare für die Einkommensteuer-Erklärung 2016 finden Sie bei uns kostenlos zum runterladen und lassen sich im Formular-Center der Bundesfinanzverwaltung auch Online ausfüllen.

Darüber hinaus bietet das Finanzamt auch das Elster-Formular an, mit dem Sie die Steuererklärung direkt am Computer ausfüllen und dann auf elektronischem Wege an das Finanzamt übermitteln können. Aber Achtung: Ohne Sicherheitszertifikat müssen Sie zusätzlich zur elektronischen Übertragung auch noch einen unterschriebenen Ausdruck beim Finanzamt abgeben. Das Elster-Formular lässt sich auf der Internetseite https://www.elster.de/elfo_home.php kostenlos herunterladen.

Des weiteren gibt es das Formular Nichtveranlagungsbescheinigungund für die Gewerbesteuer mit kostenlosem Online-Rechner für Gewerbesteuer.

Steuersoftware vereinfacht die Steuererklärung

Wesentlich einfacher und unkomplizierter erstellen Sie Ihre Steuererklärung aber mit Hilfe von Steuersoftware. Mit Programmen wie dem WISO steuer:Sparbuch 2017, der Steuer-Spar-Erklärung 2017 oder dem TAXMAN 2017 werden auch komplizierte Steuerfälle zum Kinderspiel. Die Programme geben Ihnen zudem viele nützliche Tipps und Tricks zum Steuersparen, so dass sich der Kaufpreis für die Steuersoftware schnell rentiert. Hier finden Sie eine Übersicht über alle Steuer-Programme.

Mit dem kostenlosen Online-Steuer-Rechner können Sie jetzt sofort die voraussichtliche Steuer für Ihr Einkommen in 2017, 2016, 2015 und 2014 berechnen. Die Steuer-Rechner werden regelmäßig an die Steuergesetzgebung angepasst.

Steueränderungen 2016 im Überblick

Im Jahr 2016 gab es erneut einige signifikante Änderungen im deutschen Steuerrecht. Nachfolgend klären wir Sie über die wichtigsten Steueränderungen auf, damit Sie optimal auf die Steuererklärung 2016 vorbereitet sind.

Abbau der kalten Progression

Ganz oben auf der Agenda der Bundesregierung im Bereich Steuerpolitik steht die Bekämpfung der kalten Progression, die vor allem bei unteren und mittleren Einkommen zu einer relativ höheren Belastung durch die Einkommensteuer führt. Um der kalten Progression entgegenzuwirken, wurde der Tarifverlauf der Einkommensteuer so angepasst, dass die Inflationsraten aus den Jahren 2014 und 2015 Berücksichtigung finden.
Dadurch werden die Eckwerte des Einkommensteuertarifs leicht nach rechts verschoben, was bei den Bürgern zu einer Steuerentlastung führt. Zugleich hat das auch zur Folge, dass der Spitzensteuersatz von 42 % bei ledigen Steuerpflichtigen erst ab einem zu versteuernden Einkommen in Höhe von 53.666 Euro greift. Die sogenannte Reichensteuer mit einem Steuersatz von 45 % fällt nun erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 254.447 Euro an. Für verheiratete Steuerpflichtige gelten jeweils die doppelten Beträge.

Erhöhung des Grundfreibetrags

Durch den steuerlichen Grundfreibetrag nach § 33a Abs. 1 EStG soll sichergestellt werden, dass das zur Bestreitung des Existenzminimums nötige Einkommen nicht durch Steuern belastet wird. Alle Einkünfte des Steuerpflichtigen, die unter dem Grundfreibetrag liegen, bleiben daher von einer Besteuerung verschont.
Im Jahr 2016 wurde der Grundfreibetrag um 180 Euro angehoben. Dadurch steigt der Grundfreibetrag für ledige Steuerpflichtige von 8.472 Euro auf 8.652 Euro. Bei verheirateten Steuerpflichtigen erhöht sich der Grundfreibetrag von 16.944 Euro auf 17.204 Euro.

Aus der nachfolgenden Tabelle lässt sich entnehmen, wie sich der Grundfreibetrag in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat.

JahrGrundfreibetrag
20077.664 Euro
20087.664 Euro
20097.834 Euro
20108.004 Euro
20118.004 Euro
20128.004 Euro
20138.130 Euro
20148.354 Euro
20158.472 Euro
20168.652 Euro (+180 €)

Änderungen bei der Besteuerung von Renten und Pensionen

Bei der Besteuerung von Renten und Pensionen gab im Jahr 2016 erneut eine Reihe von Anpassungen. Neurentner, die im Jahr 2016 erstmalig Rente beziehen, müssen nun 72 % der ausgezahlten Rente versteuern. Der restlichen 28 % der Rente bleiben steuerfrei. Für Altrenter, die bereits vor 2016 Rente kassiert haben, ändert sich hingegen nichts.

Zugleich sinkt im Jahr 2016 auch der Altersentlastungsbetrag nach § 24a EStG auf 22,4 % und kann maximal noch 1.064 Euro betragen. Der Altersentlastungsbetrag wird Steuerpflichtigen gewährt, die vor Beginn des Kalenderjahres das 64. Lebensjahr vollendet haben. Berechnet wird der Altersentlastungsbetrag auf Grundlage des Arbeitslohns und anderer Einkünfte abzüglich von Versorgungsbezügen und Leibrenten. Der Versorgungsfreibetrag für Pensionen fällt im Jahr 2016 ebenfalls geringer aus und sinkt auf 22,4 %. Der Höchstbetrag liegt dann bei 1.680 Euro. Der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag sinkt zudem auf 504 Euro.

Höchstbetrag für Altersvorsorgeaufwendungen steigt

Aufwendungen für die Altersvorsorge können anteilig als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Im Jahr 2016 steigt der Anteil der absetzbaren Altersvorsorgeaufwendung auf 82 %. Zugleich steigt der Höchstbetrag für den Sonderausgabenabzug im Jahr 2016 von 22.172 Euro auf 22.767 Euro. Daraus folgt, dass maximal bis zu 18.669 Euro (82 % von 22.767 Euro) vom Finanzamt anerkannt werden. Bei Zusammenveranlagung sind es 37.338 Euro.

Anhebung von Kindergeld und Kinderfreibetrag

Eltern können sich im Jahr 2016 zumindest über ein kleines Plus beim Kindergeld freuen. Das Kindergeld wird zum 1. Januar 2016 pro Kind um zwei Euro im Monat erhöht. Damit erhalten Eltern für das erste und zweite Kind jetzt 190 Euro monatlich. Für das dritte Kind bekommen Eltern 196 Euro pro Monat. Für das vierte Kind und alle weiteren Kinder gibt es 221 Euro Kindergeld pro Monat. Außerdem steigt zum 1. Juli 2016 auch der Kinderzuschlag für Geringverdiener von 140 Euro auf 160 Euro pro Monat.

x. KindKindergeld 2015Kindergeld 2016
1. Kind188 Euro190 Euro
2. Kind188 Euro190 Euro
3. Kind194 Euro196 Euro
Ab 4. Kind219 Euro221 Euro

Alternativ zum Kindergeld können Eltern auch den Kinderfreibetrag in Anspruch nehmen. Genauso wie das Kindergeld wurde im Jahr 2016 auch der Kinderfreibetrag erhöht. Der Kinderfreibetrag steigt um 48 Euro pro Elternteil. Damit liegt der Kinderfreibetrag im Jahr 2016 bei 2.304 Euro je Elternteil. Der Betreuungsfreibetrag bleibt hingegen unverändert und liegt auch weiterhin bei 1.320 Euro je Elternteil.

Höchstbetrag für Unterhaltsaufwendungen steigt

Steuerpflichtige, die ihre bedürftigen Angehörigen finanziell unterstützen, können die Unterhaltsaufwendung gemäß § 33a EStG als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen. Der Höchstbetrag, bis zu dem die Unterhaltsaufwendungen steuerlich anerkannt werden, ist im Jahr 2016 um 180 Euro angehoben wurden. Damit liegt der Höchstbetrag für Unterhaltszahlungen an bedürftige Angehörige jetzt bei 8.652 Euro. Beiträge zur Basisabsicherung in der Krankenversicherung und zur gesetzlichen Pflegeversicherung können zusätzlich geltend gemacht werden. Eigenes Einkommen des unterstützten Angehörigen, das oberhalb der Grenze von 624 Euro liegt, reduziert aber die absetzbaren Unterhaltsaufwendungen.

Beachten Sie auch, dass seit dem Jahr 2015 die Steuer-Identifikationsnummer der unterstützten Person in der Steuererklärung angegeben werden muss, damit das Finanzamt die Unterhaltsaufwendungen anerkennt.

Schwellenwerte für Buchführungspflichten wurden angehoben

Zum 1. Januar 2016 ist das Bürokratieentlastungsgesetz in Kraft getreten. Im Zuge dessen wurde die Abgabenordnung (§ 141 AO) dahin gehend abgeändert, dass die Schwellenwerte für die Buchführungspflicht um 20 % angehoben wurden.
Unternehmer sind daher erst ab einem Umsatz von 600.000 Euro oder einem Gewinn von 60.000 Euro dazu verpflichtet, für ihren Betrieb Bücher zu führen. Dadurch können mehr Unternehmer auf die einfachere Einnahmen-Überschuss-Rechnung zur Ermittlung des steuerpflichtigen Gewinns zurückgreifen.

Informationspflichten der Banken bei der Kirchensteuer auf Kapitalerträge

Sparer, die einer kirchensteuerpflichtigen Religionsgemeinschaft angehören, müssen auf ihre Kapitalerträge nicht nur Abgeltungsteuer, sondern auch Kirchensteuer zahlen. Seit dem Jahr 2016 müssen die Banken ihre Kunden nur noch einmal darüber informieren, dass sie von Kirchenmitgliedern automatisch die Kirchensteuer auf Kapitalerträge einbehalten und an den Fiskus abführen. Vorher mussten die Banken ihre Kunden jedes Jahr darüber informieren.
Wenn der Steuerpflichtige nicht möchte, dass die Bank automatisch die Kirchensteuer einbehält, kann er beim Bundeszentralamt für Steuern einen Sperrvermerk eintragen lassen. Die Kirchensteuer muss er natürlich trotzdem zahlen und dafür die Anlage KAP bei der Einkommensteuererklärung ausfüllen.

Freistellungsauftrag erfordert jetzt Steuer-Identifikationsnummer

Wenn der Sparer bei der Bank einen Freistellungsauftrag eingerichtet hat, wird, solange die Kapitalerträge unter dem Freistellungsauftrag bleiben, keine Abgeltungsteuer von der Bank einbehalten. Seit dem 1. Januar 2016 sind Freistellungsaufträge aber nur noch gültig, wenn die Bank die Steuer-Identifikationsnummer der Sparers vorliegen hat.

Falls kein gültiger Freistellungsauftrag vorliegt, ist die Bank verpflichtet, auf alle Kapitaleinkünfte Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchsteuer einzubehalten. Steuerpflichtige, bei denen aufgrund eines nicht mehr gültigen Freistellungsauftrags Abgeltungsteuer einbehalten wurde, obwohl ihre Kapitalerträge unterhalb des Sparerpauschbetrags in Höhe von 801 Euro liegen, können sich die zu viel gezahlte Steuer über ihre Einkommensteuererklärung vom Finanzamt wieder zurückholen.

Freibeträge für den Lohnsteuerabzug gelten nun zwei Jahre

Wenn ein Arbeitnehmer im Laufe des Jahres hohe Werbungskosten hat, kann er vom Finanzamt einen Freibetrag für den Lohnsteuerabzug in seine Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Dadurch verringert sich die monatlich einbehaltene Lohnsteuer. Voraussetzung für die Eintragung des Freibetrags ist, dass die Werbungskosten den Arbeitnehmerpauschbetrag um mindestens 600 Euro übersteigen. Bislang galt der eingetragene Freibetrag immer nur für ein Jahr. Das ändert sich 2016 aber, dann gilt ein einmal eingetragener Freibetrag für zwei Jahre statt nur für ein Jahr. Folglich muss der Steuerpflichtige den Freibetrag dann erst wieder für das Jahr 2018 neu eintragen lassen. Das ist frühstens ab Oktober 2017 mittels eines Antrags auf Lohnsteuerermäßigung möglich.

Steuerbefreiung und Kaufprämie für Elektroautos

Um einen Anreiz für den Kauf eines Elektroautos zu schaffen, gewährt der Fiskus dem Käufer eine zeitlich befristete Befreiung von der Kfz-Steuer. Ursprünglich war angedacht, die Steuerbefreiung im Jahr 2016 von zehn auf nur noch fünf Jahre zu reduzieren. Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr wurde jedoch beschlossen, die zehnjährige Befreiung von der Kfz-Steuer für alle Elektroautos, die erstmalig zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2020 zugelassen werden, beizubehalten.

Der Kauf von Elektroautos wird im Jahr 2016 aber nicht nur durch eine zehnjährige Steuerbefreiung subventioniert, sondern auch durch die Einführung eine Kaufprämie für Elektroautos. Käufer eines reines Elektroautos, das nach 18. Mai 2016 zugelassen wurde, erhalten eine Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro. Beim Kauf eines Hybriden gibt es immerhin noch eine Kaufprämie in Höhe von 3.000 Euro. Voraussetzung für die Gewährung der Kaufprämie ist, dass der Netto-Listenpreis des Basismodells 60.000 Euro nicht überschreitet. Die Förderung läuft noch bis maximal zum Jahr 2019, wird aber vorzeitig eingestellt, sobald die von Bund und Automobilindustrie bereitgestellte Fördersumme in Höhe von 1,2 Milliarden Euro aufgebraucht ist.

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