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Steuerberater sind gegen Kriminalisierung von Unternehmern und für Vereinfachungen in der Rechnungslegung

Einstimmig sprachen sich die Delegierten der Mitgliederversammlung des Deutschen Steuerberaterverbandes e.V. (DStV) auf dem diesjährigen Treffen am 15. Juni 2012 in Bremerhaven für einen Gleichlauf der Herstellungskosten im Handels- und Steuerrecht aus.

Nach den Einkommensteuer-Änderungsrichtlinien 2012 sollen gegenüber dem Handelsrecht steuerlich weitere Kosten, wie für die allgemeine Verwaltung oder für soziale Einrichtungen, bei der Herstellung von Wirtschaftsgütern aktiviert werden. Somit wird für steuerliche Zwecke weitere Bürokratie geschaffen, die zu einer Steuererhöhung im ersten Jahr führen werde. Die Finanzverwaltung konterkariert mit dieser Anweisung ferner die Ziele der jüngsten großen Bilanzrechtsreform, handels- und steuerrechtlich die Herstellungskosten anzugleichen.

Die Mitgliederversammlung fordert des Weiteren einen maßvollen Umgang mit Unternehmern, die unverschuldet verspätet Steueranmeldungen abgeben. Die verschärfte Vorgehensweise durch eine nunmehr vorschnelle Einschaltung der Straf- und Bußgeldstellen überfordere die Ressourcen der Finanzverwaltung und konfrontiert redliche Unternehmer unnötigerweise mit Organen der Strafverfolgung. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Risiko der richtigen Anmeldung und Abführung der Umsatz- und Lohnsteuer ohnehin schon auf die Wirtschaft überwälzt wurde.

Die Resolutionen sind auf der Webseite www.dstv.de nachzulesen.

QUELLE: DStV-PM 13/12

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