{"id":66,"date":"2009-10-11T13:34:58","date_gmt":"2009-10-11T13:34:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.meinesteuersoftware.de\/news2\/?p=66"},"modified":"2010-02-01T21:10:15","modified_gmt":"2010-02-01T20:10:15","slug":"steuer-nach-der-wahl-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.meinesteuersoftware.de\/news\/2009\/10\/11\/steuer-nach-der-wahl-2009\/","title":{"rendered":"Steuern: Was bringt Schwarz-Gelb? &#8211; Die Auswirkungen des Wahlprogramms auf die Steuererkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p>Der Wahlkamp ist vorbei. Was bleibt von den zum Teil \u00fcppigen Steuerversprechungen der neuen Regierungsparteien \u00fcbrig?<!--more--><\/p>\n<p>Der Wahlkampf ist vorbei, es beginnt der Koalitionskampf. Unter den Argusaugen der Opposition und der W\u00e4hler machen sich Union und FDP daran, die \u201eeierlegende Wollmilchsau\u201c der Steuer- und Abgabenpolitik zu erfinden. Denn diese muss einerseits den maroden Staatshaushalt sanieren, darf andererseits aber die zaghaft anspringende Konjunktur nicht abw\u00fcrgen.<\/p>\n<h3>Kinder<\/h3>\n<p>In diesem Punkt wirdwohl am schnellsten Einigkeit zu erzielen sein. Sowohl CDU\/CSU als auch die Freien Demokraten wollen die <strong>Anpassung der Kinderfreibetr\u00e4ge auf den ab 2010 g\u00fcltigen Satz von 8.004 Euro<\/strong>. Die FDP fordert zudem eine Anhebung des Kindergeldes auf 200 Euro je Kind, w\u00e4hrend die CDUvor allem ab dem dritten Kind sp\u00fcrbare Entlastungen schaffen will,ohne hierzu jedoch bislang konkrete Zahlen zu nennen.<\/p>\n<h3>Einkommensteuer<\/h3>\n<p>Dies wirdvermutlich einer der schwierigsten Diskussionspunkte sein. W\u00e4hrend die FDP eine <strong>sofortige Radikalkur mit Steuers\u00e4tzen von 10, 25 und 35Prozent<\/strong> will, strebt die CDU ab 2011 eine <strong>stufenweise Steuerentlastung<\/strong> an: Demnach soll der Eingangssteuersatz schrittweiseauf 14, 13 und 12 Prozent gesenkt werden, der Spitzensteuersatz aberbei 42 Prozent bleiben, allerdings mit einer erh\u00f6hten Einkommensschwelle (60.000 Euro). Die noch von der SPD durchgesetzte\u201eReichensteuer\u201c mit 45% ab einem Jahreseinkommen von 250.000 Euro steht vermutlich auf der Abschussliste der Koalition\u00e4re. Von diesen gemeinsam wird auch ein <strong>steuerlich gerechterer Tarifverlauf<\/strong> gew\u00fcnscht, der das Problem der \u201ekalten Progression\u201c (das Aufr\u00fccken in eine h\u00f6here Steuerklasse bei tariflich begr\u00fcndeter Gehaltsaufstockung zum Inflationsausgleich) vermeiden hilft. Wie dieses aber zu erreichen sein soll, bleibt bisher unklar.<\/p>\n<h3>Erbschaftssteuer<\/h3>\n<p>FDP und CSU sind sich darin einig, die Erbschaftssteuer k\u00fcnftig zu einer L\u00e4ndersache zu machen und damit unter dem Strich die<strong> Erbschaftssteuer quasi abzuschaffen<\/strong>. Ob die CDU den damit leicht zu verbindenden Vorwurf der Reichenbeg\u00fcnstigung mittragen wird, steht noch nicht fest.<\/p>\n<h3>Unternehmensbesteuerung<\/h3>\n<p>Alle Koalitionsparteien wollen die <strong>Unternehmen steuerlich entlasten<\/strong>, um die Konjunktur zu beleben und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu st\u00e4rken. Klare Vorstellungen der Unionsparteien hierzu gibt es noch nicht, die FDP will aber so weit gehen, die <em>Gewerbesteuer komplett abzuschaffen<\/em> und den Kommunen als Ausgleich einen Aufschlag zur Einkommens- und K\u00f6rperschaftssteuer anzubieten.<\/p>\n<h3>Sozialabgaben<\/h3>\n<p>Dass die<strong> Sozialabgaben<\/strong> insgesamt eher <strong>angehoben<\/strong> als gesenkt werden d\u00fcrften, ist unausgesprochener Konsens. So wird der <strong>Beitrag zur Arbeitslosenversicherung ab 2011 voraussichtlich von 2,8 auf 3 Prozent steigen<\/strong>. Im Gespr\u00e4ch ist auch eine <strong>asymmetrische Anhebung der Krankenkassenbeitr\u00e4ge<\/strong>, deren Arbeitgeberanteil festgeschrieben wird, so dass eine zu erwartende Beitragserh\u00f6hung einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer ginge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wahlkamp ist vorbei. 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