{"id":3267,"date":"2013-06-24T02:00:07","date_gmt":"2013-06-24T00:00:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.meinesteuersoftware.de\/news\/2013\/06\/24\/19-000-000-000-e-fur-den-fiskus-ergebnis-der-steuerlichen-betriebsprufung-2012\/"},"modified":"2013-06-24T02:00:07","modified_gmt":"2013-06-24T00:00:07","slug":"19-000-000-000-e-fur-den-fiskus-ergebnis-der-steuerlichen-betriebsprufung-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.meinesteuersoftware.de\/news\/2013\/06\/24\/19-000-000-000-e-fur-den-fiskus-ergebnis-der-steuerlichen-betriebsprufung-2012\/","title":{"rendered":"19.000.000.000 \u20ac f\u00fcr den Fiskus: Ergebnis der steuerlichen Betriebspr\u00fcfung 2012"},"content":{"rendered":"<p>Nach den statistischen Aufzeichnungen der obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder haben die Betriebspr\u00fcfungen, die im Jahr\u00a02012 abgeschlossen wurden, zu Mehrsteuern und Zinsen von rund 19 Mrd. Euro gef\u00fchrt. Das teilt das Bundesfinanzministerium mit.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dabei entfielen auf<\/p>\n<p>Gro\u00dfbetriebe: 14,644 Mrd. Euro<\/p>\n<p>Mittelbetriebe: 1,269 Mrd. Euro<\/p>\n<p>Kleinbetriebe: 832 Mio. Euro<\/p>\n<p>Kleinstbetriebe: 1,038 Mrd. Euro.<\/p>\n<p>Die Differenz zum Gesamtergebnis stammt &#8211; neben evtl. Rundungsdifferenzen &#8211; aus der Pr\u00fcfung von Bauherrengemeinschaften, Verlustzuweisungsgesellschaften und sonstigen Steuerpflichtigen. Das Ergebnis aus diesen Pr\u00fcfungen betr\u00e4gt rd. 1,210 Mrd. Euro.<\/p>\n<p>Erfasst wurden Ergebnisse von Pr\u00fcfungen bei gewerblichen Unternehmen, freiberuflich T\u00e4tigen, land- und forstwirtschaftlichen Betrieben aller Gr\u00f6\u00dfenordnungen sowie bei Bauherrengemeinschaften, Verlustzuweisungsgesellschaften und sonstigen Steuerpflichtigen.<\/p>\n<p>Ergebnisse der Lohnsteuerau\u00dfenpr\u00fcfung, der Umsatzsteuer-Sonderpr\u00fcfung und der Steuerfahndungsdienste sind in diesen Aufzeichnungen nicht enthalten.<\/p>\n<p>      <strong>Sind das alles Steuerhinterzieher?<\/strong><\/p>\n<p>Nein \u2013 R\u00fcckschl\u00fcsse auf das Ausma\u00df strafrechtlich relevanter Steuerhinterziehungen k\u00f6nnen aus den Mehrergebnissen nicht gezogen werden, betont das BMF.<\/p>\n<p>      <strong>Anzahl der Pr\u00fcfungen und Pr\u00fcfungsturnus<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr\u00a02012 schlossen 13.271 Betriebspr\u00fcfer insgesamt 195.691 Pr\u00fcfungen ab, 101.782 davon bei Klein- und Kleinstbetrieben. F\u00fcr diese wird leider kein Pr\u00fcfungsturnus ermittelt \u2013 anders bei den Gro\u00df- und Mittelbetrieben:<\/p>\n<p>Gro\u00dfbetriebe erwischt es im Durchschnitt alle 4,6\u00a0Jahre. 2012 wurden hier 41.365 Pr\u00fcfungen abgeschlossen.<\/p>\n<p>Mittelbetriebe m\u00fcssen im Schnitt nur alle 15,2\u00a0Jahre mit einer Betriebspr\u00fcfung rechnen. 2012 wurden hier 52.544 Pr\u00fcfungen abgeschlossen.<\/p>\n<p>      <strong>Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine Betriebspr\u00fcfung<\/strong><\/p>\n<p>Viele Betriebspr\u00fcfungen sind reine Routinema\u00dfnahmen der Finanzverwaltung. Die Auswahl der zu pr\u00fcfenden Betriebe wird manchmal sogar dem Zufall \u00fcberlassen. Ein solches Vorgehen des Finanzamtes ist rechtlich nicht zu beanstanden <\/p>\n<p>Die meisten Betriebspr\u00fcfungen bei Klein- und Kleinstbetrieben werden jedoch durch das Verhalten des Unternehmers gegen\u00fcber dem Finanzamt ausgel\u00f6st. Zum Beispiel wecken ungew\u00f6hnliche Steuergestaltungen Interesse. Aber auch auffallend hohe Ausgaben oder Verluste machen neugierig. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter entsteht bei einem Finanzbeamten der Eindruck, dass Steuervorteile m\u00f6glicherweise zu Unrecht einger\u00e4umt werden. Eine Pr\u00fcfungsanordnung ist dann meist nur eine Frage der Zeit.<\/p>\n<p>\u00dcberlegen Sie sich gut, wie weit Sie die Geduld des Finanzamtes mit Ihren steuerlichen Schachz\u00fcgen strapazieren. \u00dcberspannen Sie den Bogen besser nicht. Denken Sie stets daran, dass Betriebspr\u00fcfungen nicht nur viel Zeit, sondern meist auch eine geh\u00f6rige Portion Nerven kosten. Manchmal ist es sinnvoll, auf ein paar Euro Steuerersparnis zu verzichten und dadurch unauff\u00e4llig in der Masse der Unternehmer mitzuschwimmen. Am Ende ist etwas weniger manchmal mehr.<\/p>\n<p>Insbesondere in den folgenden F\u00e4llen erh\u00f6ht sich die Wahrscheinlichkeit einer Betriebspr\u00fcfung sprunghaft:<\/p>\n<p>Das Finanzamt hatte schon oft Probleme mit Ihrer Steuererkl\u00e4rung, weil Ihre Angaben unvollst\u00e4ndig oder fehlerhaft waren.<\/p>\n<p>Sie erzielen bereits jahrelang Verluste, die Sie mit anderen positiven Eink\u00fcnften verrechnen.<\/p>\n<p>Ihr Gewinn schwankt erheblich \u00fcber die Jahre, Ihr Umsatz dagegen nicht.<\/p>\n<p>Umsatz und Gewinn weichen deutlich von den amtlichen Richts\u00e4tzen (= Branchen-Durchschnittss\u00e4tze) ab.<\/p>\n<p>Ihr Betrieb hat erhebliches Anlageverm\u00f6gen und Sie erkl\u00e4ren die Betriebsaufgabe.<\/p>\n<p>Auch bei Betriebspr\u00fcfungen gilt: keine Regel ohne Ausnahmen. Im Einzelfall kann es schon kurz nach Betriebser\u00f6ffnung zu einer Betriebspr\u00fcfung kommen oder bereits wenige Jahre nach einer Betriebspr\u00fcfung zu einer weiteren. Selbst wenn das vom Betroffenen als ungerecht empfunden wird, ist das Vorgehen des Finanzamtes in den meisten F\u00e4llen zul\u00e4ssig. Der Ermessensspielraum bei der Durchf\u00fchrung von Betriebspr\u00fcfungen ist sehr gro\u00df.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.steuertipps.de\/selbststaendig-freiberufler\/themen\/19-000-000-000-euro-fuer-den-fiskus-ergebnis-der-steuerlichen-betriebspruefung-2012\" rel=\"source,canonical\" target=\"_blank\">steuertipps.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den statistischen Aufzeichnungen der obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder haben die Betriebspr\u00fcfungen, die im Jahr\u00a02012 abgeschlossen wurden, zu Mehrsteuern und Zinsen von rund 19 Mrd. Euro gef\u00fchrt. 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