Archiv für Juni 2011
Das Ergebnis internationaler Ermittlungen wegen banden- und gewerbsmäßiger Steuerhinterziehung ist 63,5 Jahre Haft, sieben verurteilte Täter, mehr als 1.800 Einzeltaten und ein Steuerschaden von über 150 Millionen Euro. Unter anderem ermittelte das Zollfahndungsamt Stuttgart. Beamte des Zollamts Weil am Rhein-Autobahn fanden Ende 2004 herraus, dass immer wieder dieselbe Ladung Mobiltelefone aus Großbritannien in die Schweiz ausgeführt und von dort kurze Zeit später wieder nach Deutschland eingeführt wurden. Die Vermutung der Zöllner lag nah das hier illegale Praktiken stattfanden und so informierten Sie die Zollfahndung in Radolfzell. Diese führte die Ermittlungen im Auftrag der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität in Mannheim gemeinsam mit Steuerfahndern aus Konstanz und britischen Zollfahndern durch. Es wurde ein umfangreichen Einfuhrumsatzsteuerschwindel aufgedeckt.
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Eine Belohnung ganz besonderer Art hat die Hamburg Mannheimer einigen Ihrer Mitarbeiter zukommen lassen, das dies moralisch mehr als bedenklich ist dürfte vielen Menschen klar sein. Darf eine Firma sich auch noch einen geldwerten Vorteil schaffen indem sie die Ausgaben als Betriebsausgaben dem Finanzamt vorlegt?
Die durch die Werbefigur „Herr Kaiser“ bekannte Versicherung hatte für erfolgreiche Vertriebsmitarbeiter eine „Lustreise“ ins Ausland als Bonus organisiert. Bei diesen Belohnungsreisen für Mitarbeiter, wie im konkreten Fall nach Budapest, handelt es sich um sogenannte Sachbezüge. Dazu gehören Waren und Dienstleistungen jeglicher Art. Anwendbar ist damit auch die sog. Sachbezugsfreigrenze von 44 EUR monatlich. Diese Grenze dürfte aber bei den Belohnungen überschritten werden. (mehr …)
Wann und wie können selbst getragene Pflegekosten als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bundesfinanzhof. Aufwendungen die durch Pflegebedürftigkeit entstehen können nur in der Höhe als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden, in der sie die Leistungen der Pflegepflichtversicherung und das aus einer ergänzenden Pflegekrankenversicherung bezogene Pflege(tage)geld übersteigen, so entschied der Bundesfinanzhof (Beschluss vom 14.4.2011, Az. VI R 8/10).
Ein in Pflegestufe III eingruppierter Mann lebte in einem Pflegeheim, die daraus resultierenden Kosten wurden ihm zum Teil durch eine Beihilfe und die Pflegeversicherung ersetzt. Zudem hatte er eine private Pflegeversicherung aus der er monatliches Pflegegeld bezog. Die Pflegeaufwendungen wurden vom Finanzamt als außergewöhnliche Belastung anerkannt, das Pflegegeld wurde jedoch nicht berücksichtigt. Dagegen reichte der Pflegebedürftige Klage ein.
Was gibt es neues rund um das Thema Steuern? Unsere Steuernews bieten Ihnen auch in dieser Woche wieder interessante Neuigkeiten.
Manch ein Rentner hat sich etwas Kapital auf die Seite geschafft um bei möglichen finanziellen Belastungen darauf zurückgreifen zu können, das Finanzamt hält aber sogar hier die Hand noch auf, wie Sie ihren „Sparstrumpf“ vor dem Fiskus schützen lesen Sie hier. Bis zum 31. Mai 2011 mussten die meisten Steuerzahler Ihre Einkommensteuererklärung 2010 abgegeben haben, nun wird in der nächsten Zeit der Steuerbescheid im Briefkasten liegen. Diesen müssen Sie nicht unbedingt akzeptieren, denn unter Umständen kann ein Einspruch gegen den Steuerbescheid für Sie lohnend sein. Die FDP-Bundestagsfraktion möchte einen steuerlichen Anreiz für Investitionen in der energetischen Sanierung schaffen, die aktuelle Möglichkeit die Kosten abzuschreiben ist nicht besonders attraktiv, der Eigentümerverband „Haus und Grund“ begrüßt das Vorhaben der FDP.
Im Internet sind wir auf zwei interessante Artikel gestossen, Konz informiert darüber wie der Kindergeldanspruch geregelt ist wenn eine noch in der Ausbildung befindliche Tochter ein Kind bekommt und der Vater dieses Kindes weder Hochzeitspläne verfolgt, noch ein Zusammenleben in Betracht zieht. Die Zahlungsmoral der Unternehmer in Deutschland ist erfreulicherweise gestiegen, eine neue EU Richtlinie soll dafür sorgen das dies auch so bleibt.
Die FDP-Bundestagsfraktion kündigte an noch in diesem Jahr steuerliche Anreize für Investitionen in energetische Sanierung zu schaffen: etwa in Form schnellerer Abschreibungsmöglichkeiten, dies wird vom Eigentümerverband Haus & Grund begrüßt.
Der Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann kommentierte die neuesten Äußerungen des stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Döring: „Attraktivere steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten sind ein entscheidender Hebel für mehr Klimaschutz im Wohnungsbestand“.
Das Vertrauen darauf das Ihr Finanzamt Ihren Steuerbescheid absolut korrekt angefertigt hat, kann trügen denn in Deutschland ist fast jeder siebte Steuerbescheid nicht korrekt. Dies fand zumindest das Magazin Capital bei einem Test aller 572 Finanzämter heraus. Der Bund der Steuerzahler gibt sogar an das jeder dritte Steuerbescheid falsch ist. Sie sollten Ihren Steuerbescheid aus diesem Grund genau überprüfen und wenn Sie mit der Festsetzung durch das Finanzamt nicht einverstanden sind umgehend Einspruch einlegen.
Insbesondere in den folgenden Fällen sollten Sie Einspruch einlegen: (mehr …)
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